Digitalisierung, ökologische Transformation, Globalisierung und jetzt auch noch Corona – der deutsche Arbeitsmarkt steht vor mehreren Herausforderungen zugleich. Was bedeutet dies aber für die Beschäftigten? Wer verliert seinen Job, welche Qualifikationen sind in Zukunft gefragt und wo entstehen neue Jobs? Über diese Fragen diskutierten unsere Gäste bei den Nürnberger Gesprächen.

Fast leer wirkt der riesige historische Rathaussaal, in dem traditionell die Nürnberger Gespräche stattfinden. Viele Plätze bleiben unbesetzt, die Stimmen hallen merkwürdig in dem großen, altehrwürdigen Raum. Immerhin: Auf der Bühne sind sechs Stühle besetzt – die allerdings weit auseinanderstehen.

Moderatorin Claudia Bender von der Fulmidas Medienagentur freut sich dennoch: „Das letzte Mal, dass ich einen Raum mit so vielen Menschen gesehen habe, ist im Februar 2020 gewesen“, meint sie. Tatsächlich finden die zweiten Nürnberger Gespräche in diesem Jahr unter gänzlich anderen Vorzeichen statt: Wegen Hygienemaßnahmen durften diesmal deutlich weniger Gäste die Veranstaltung vor Ort verfolgen. Dafür wurden die Nürnberger Gespräche live auf dem Youtube-Kanal des IAB übertragen.

Und nicht nur das: Das Virus hat auch sogleich das Programm durcheinandergewürfelt. Eigentlich wollte der neue Oberbürgermeister Marcus König die Begrüßungsworte sprechen. Da er aber wenige Tage zuvor auf einer Veranstaltung mit einem Corona-Infizierten war, musste er sich stattdessen in Quarantäne begeben und alle Termine vor Ort absagen.

Fluch und Segen des Homeoffice

Die Corona-Krise war natürlich auch auf dem Podium ein beherrschendes Thema. Beschleunigt die Pandemie bestimmte Entwicklungen, die es vorher schon gab?“, fragte die Moderatorin schon zu Beginn der Diskussion in die Runde. Schnell kam diese auf die Verlagerung von Arbeit ins Homeoffice zu sprechen. Viele Beschäftigte hätten dafür vor Corona ewig verhandeln müssen, so Bender. Durch den Lockdown sei dann auf einmal alles ganz schnell gegangen – und weitestgehend reibungslos, waren sich die Podiumsgäste einig.

Nahaufnahme von Sabine Pfeiffer auf dem Podium der Nürnberger Gespräche.

Prof. Dr. Sabine Pfeiffer hat an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg den Lehrstuhl für Soziologie (Technik – Arbeit – Gesellschaft) inne.

Pfeiffer: „Das Homeoffice galt lange Zeit als der heilige Gral der digitalen Arbeitswelt. Das hat sich nun ein Stück weit entzaubert“.

Gleichwohl wurden auch die Nachteile des mobilen Arbeitens thematisiert. Das Homeoffice habe lange Zeit als „der heilige Gral“ der digitalen Arbeitswelt gegolten, sagt Prof. Sabine Pfeiffer, die an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) den Lehrstuhl für Soziologie (Technik – Arbeit – Gesellschaft) innehat. Dieses allzu positive Bild habe sich aus verschiedenen Gründen entzaubert. Man beachte in der Wissenschaft nun wieder verstärkt ältere Studien, nach denen ein Wechsel zwischen verschiedenen Arbeitsorten sowohl für die Beschäftigten als auch für die Unternehmen das Beste sei, weiß Pfeiffer zu berichten.

Prof. Ulrich Walwei zeigte sich zuversichtlich, dass es auch nach Corona einen stärkeren Mix zwischen Präsenz im Betrieb und Homeoffice geben wird. Doch nicht jede Tätigkeit erlaube Homeoffice, gibt der IAB-Vizedirektor und Arbeitsmarktforscher zu bedenken. An dieser Stelle droht auch Konfliktpotenzial zwischen den Beschäftigten. „Das Problem gibt es fast in jedem Betrieb: Die einen können ins Homeoffice. Für die kann ich mir dann ganz tolle Wahlmodelle ausdenken. Die anderen können diesen Luxus nicht in Anspruch nehmen, weil es ihre Tätigkeit nicht erlaubt. Firmen müssen sich da was Kompensatorisches überlegen“, fordert Pfeiffer.

Nahaufnahme von Constanze Kurz auf dem Podium der Nürnberger Gespräche.

Dr. Constanze Kurz ist Geschäftsführerin des Gesamtbetriebsrats der Robert Bosch GmbH.

Kurz: „Menschen, die im Homeoffice arbeiten, sind einfach produktiver“.

Auch bei Bosch habe man gute Erfahrungen mit dem Homeoffice gemacht: „Menschen, die im Homeoffice arbeiten, sind einfach produktiver“, konstatierte Dr. Constanze Kurz, die dort Geschäftsführerin des Gesamtbetriebsrats ist. Dass ein Großteil der Mitarbeiter im Homeoffice arbeite, sei zum „new normal“ geworden. Deshalb gebe es im Unternehmen nun „sehr lebhafte Diskussionen“, etwa ob man nicht auf einen Teil der Büroflächen verzichten könne und stattdessen auf mehr Homeoffice und Desk-Sharing setzen solle.

Die Folgen der Corona-Krise für Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Die massiven Auswirkungen die Covid-19-Pandemie auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt zeigen sich auch beim Vergleich mit der Finanzkrise 2009: „Wir hatten 2009 eine klare V-Entwicklung. Es ging steil runter, aber dann auch relativ steil wieder hoch. In der Corona-Krise können wir uns solch einer Entwicklung, aufgrund der vielen Unsicherheitsfaktoren, nicht sicher sein“, warnte Walwei.

Der Volkswirt machte noch auf einen weiteren wichtigen Unterschied zur Finanzkrise 2009 aufmerksam: „Wir haben es heute mit einer transformativen Rezession zu tun, also einem Abschwung, der gleichzeitig strukturelle Herausforderungen mit sich bringt“. Damit sind all die Herausforderungen gemeint, über die schon vor der Krise gesprochen wurde: Klimaschutz, Digitalisierung, demografische Entwicklung. Manches sei beschleunigt worden, manches ausgebremst, so die Einschätzung Walweis. In Krisen friere man oft ein Stück weit ein und konserviere Strukturen, gibt der Arbeitsmarktökonom zu bedenken.

Nahaufnahme von Ulrich Walwei auf dem Podium der Nürnberger Gespräche.

Prof. Dr. Ulrich Walwei ist Vizedirektor des IAB.

Walwei: „Wir haben es heute mit einer transformativen Rezession zu tun – also einem Abschwung, der gleichzeitig strukturelle Herausforderungen mit sich bringt“.

Die Folgen der Corona-Krise treiben auch den Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Industrie (BDI) Prof. Dieter Kempf um. Er zeigt sich besorgt, dass Arbeitsplätze insbesondere in der Industrie und in Teilen des eher handwerklich geprägten Gewerbes verlorengehen und in den niedrig entlohnten Dienstleistungsbereich abwandern könnten. Auch deshalb sei das Mittel der Kurzarbeit derzeit ein wichtiges Instrument der Stabilisierung. Kritisch werde Kurzarbeit allerdings dann, wenn sie sehr lange dauere und die Perspektive der Weiterbeschäftigung nicht gewährleistet sei, mahnte Walwei. Deshalb müsse man diese Art der Arbeitsplatzsicherung mit Innovation und Weiterqualifizierung verbinden, rät der Arbeitsmarktforscher.

Herausforderung Digitalisierung: Wie viele Jobs fallen weg?

Eine der strukturellen Herausforderungen, die dank Corona massiv an Bedeutung gewonnen hat, ist die Digitalisierung. Als Beispiel zitierte Moderatorin Claudia Bender eine OECD-Studie, nach der in den nächsten Jahren fast die Hälfte aller Arbeitsplätze in den 32 untersuchten Staaten ganz oder teilweise durch die Automatisierung bedroht sind.

Derlei Schreckensszenarien wollte sich Ulrich Walwei nicht so recht anschließen. „Ich würde mich da nicht bange machen lassen, dass so und so viele Jobs wegfallen könnten“, tritt er den Untergangspropheten entgegen, denn es würden auch wieder neue Jobs entstehen. Das sei auch bei Transformationsprozessen in der Vergangenheit der Fall gewesen. Vielmehr sorge er sich, ob Unternehmen und Beschäftigte darauf angemessen reagieren. Hier gehe es vor allem um das Bildungssystem und die Weiterqualifizierung von Arbeitskräften.

Kurz zeigte sich in diesem Punkt skeptischer als Walwei: Betrachte man nämlich nicht den Arbeitsmarkt insgesamt, sondern die betrieblichen Arbeitsmärkte, gehe die von Walwei aufgestellte Rechnung, dass zwar Jobs wegfielen, an anderer Stelle aber wieder neue entstünden, nicht so gut auf. Auf dem betrieblichen Arbeitsmarkt habe man bestimmte Beschäftigtengruppen, die definitiv verlieren würden – etwa Arbeitskräfte in der Fertigung.

Auch mit der Weiterqualifizierung von Beschäftigten sei es nicht immer so einfach, führt Kurz weiter aus: „Qualifizierung kostet Geld. Da braucht es Anreize für die Unternehmen, vor allem, wenn es um tausende Beschäftigte geht“.

Nahaufnahme von Dieter Kempf auf dem Podium der Nürnberger Gespräche.

Prof. Dieter Kempf ist Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Industrie (BDI).

Kempf: „Die Unternehmen müssen sich folgende Frage stellen: Qualifiziere ich meine Mitarbeiter selbst oder hole ich Arbeitskräfte aus dem Ausland?“

Aus Sicht von BDI-Chef Kempf müssen sich Unternehmen folgende Frage stellen: „Qualifiziere ich meine Mitarbeiter selbst oder hole ich Arbeitskräfte aus dem Ausland?“. Kempf selbst plädiert für eine Qualifizierung im Unternehmen. Schließlich hätten sich deutsche Unternehmen in der Vergangenheit immer dadurch ausgezeichnet, dass sie versucht hätten, ihre Belegschaft an sich zu binden und weiterzuqualifizieren. Kempf sieht darin ein wichtiges Prinzip der sozialen Marktwirtschaft.

Dies funktioniere allerdings nicht immer, da in Deutschland schlichtweg bestimmte Fachkräfte fehlten, gibt Kempf zu bedenken: In China verließen jedes Jahr tausende Studenten, die im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) perfekt ausgebildet seien, die Universitäten. Unternehmen könnten nun zwei Dinge tun, macht Kempf das Dilemma der deutschen Wirtschaft deutlich: „Entweder sie machen die entsprechenden Arbeitsplätze in Deutschland attraktiv für chinesische Studenten oder sie verlagern die Bereiche, in denen das Know-how benötigt wird, nach China.“

Scharf kritisierte Kempf eine bekannte Studie von Carl Benedikt Frey und Michael A. Osborne zur der Frage, wie anfällig bestimmte Tätigkeiten für die Substituierbarkeit durch Maschinen seien. Die Studie setze Berufe fälschlicherweise mit Tätigkeiten gleich. Insofern sei sie vielleicht auf den amerikanischen, nicht aber auf den deutschen Arbeitsmarkt übertragbar, kritisiert Kempf. Hierzulande habe man es in vielen Berufen bereits geschafft, die Tätigkeitsprofile entsprechend zu transformieren. Kempf wies zudem auf die aus seiner Sicht „hervorragenden Auswertungen des IAB zu diesem Thema“ hin (entsprechende Literatur finden Sie auf der IAB-Infoplattform zur Digitalisierung).

Die Digitalisierung muss sozialpartnerschaftlich begleitet werden

Matthias Rohrmann, Geschäftsführer des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbandes der Mobilitäts- und Verkehrsdienstleister (AGV Move), warb dafür, die Beschäftigten bei der digitalen Transformation mitzunehmen. Für diese sei es wichtig zu wissen, wohin sich ihre Tätigkeit in der Zukunft entwickeln werde. Die Deutsche Bahn habe schon sehr früh begonnen, in diesen Transformationsprozess die Sozialpartner einzubinden, berichtete Rohrmann, etwa indem bereits 2016 ein Tarifvertrag „Arbeit 4.0“ abgeschlossen wurde. Als abschreckendes Gegenbeispiel zur deutschen Sozialpartnerschaft verwies Rohrmann auf Frankreich, wo sich die starke Gewerkschaft CGT bis vor kurzem die Parole „Wir müssen die Digitalisierung stoppen!“ auf die Fahnen geschrieben habe. Allerdings habe auch hier, beschleunigt durch die Covid-19-Pandemie, ein Umdenken begonnen.

Nahaufnahme von Matthias Rohrmann auf dem Podium der Nürnberger Gespräche.

Matthias Rohrmann ist Geschäftsführer des Verbands der Mobilitäts- und Verkehrsdienstleister.

Rohrmann: „Transformationsprozesse wie die Digitalisierung müssen sozialpartnerschaftlich gestaltet werden“.

Die Herausforderungen der Digitalisierung müssten sozialpartnerschaftlich gestaltet werden, zeigte sich Rohrmann überzeugt. Er hält nichts davon, dass der Gesetzgeber allgemeine Regelungen trifft. Die genauen Rahmenbedingungen der Digitalisierung sollten zwischen den Sozialpartnern geregelt werden, forderte er. Überhaupt gelte es auch in der Tarifpolitik, die Entwicklung zu „New Work“ aufzugreifen. Die Bahn habe schon vor Corona darauf reagiert und ihren Beschäftigten die Wahl gelassen zwischen einer Stunde weniger Wochenarbeitszeit, mehr Urlaub oder einer Entgelterhöhung. Das überraschende Ergebnis: Zwei Drittel der Beschäftigten hätten sich für mehr Urlaub entschieden. Dies zeige, dass Geld nicht mehr das zentrale Thema sei.

Gerät die ökologische Transformation unter die Räder der Corona-Krise?

Während die Corona-Krise das Thema Digitalisierung ganz oben auf die Agenda spülte, droht das Thema der ökologischen Transformation derzeit in den Hintergrund zu geraten. Diesbezüglich komme die Corona-Rezession zur Unzeit, glaubt jedenfalls Sabine Pfeiffer. Sie befürchtet, dass es nach Corona zuerst darum gehen werde, die Wirtschaftsleistung möglichst schnell wieder hochzufahren, um die Verluste auszugleichen. „Eigentlich müssten wir aber darüber nachdenken, wie wir anders wirtschaften können“, zeigte sich die Soziologin überzeugt.

Verbandsvertreter Rohrmann sieht die Bahn trotz Corona langfristig als Krisen-Gewinnerin. Zwar seien die Fahrgastzahlen während des Lockdowns stark eingebrochen, aber dennoch: Die Bahn sei gefahren – auch grenzüberschreitend. Für die Zukunft sieht Rohrmann das Unternehmen gut aufgestellt. Bei den Beschäftigten gebe es jedenfalls eine regelrechte Aufbruchstimmung mit Blick auf den „Green Deal“. „Die Hoffnung ist”, zeigte sich Rohrmann zuversichtlich, „dass im Sinne des Umweltschutzes in Zukunft mehr Verkehr auf die Schienen gebracht wird“.

„Wir brauchen die richtigen Rezepte für morgen“, resümierte Industrie-Präsident Kempf gegen Ende der Diskussion. Dazu gehöre aber mehr Ideenreichtum und die Bereitschaft, sozialen Wohlstand nicht bis zum Lebensende als gegeben anzusehen. „Wir sind wohlstandsverwahrlost“, zitierte er zustimmend Österreichs Kanzler Sebastian Kurz und erntete damit prompt energischen Widerspruch seiner Mitdiskutantin Constanze Kurz – die ansonsten in manchen Punkten durchaus einig mit ihm war.

Wie gehen wir mit dem Wandel um?

Das Schlusswort, seit 2004 in gekonnter Manier fast durchgehend von Nürnbergs langjährigem Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly gesprochen, oblag diesmal Prof. Bernd Fitzenberger, seit gut einem Jahr Direktor des IAB, das sich in dieser Zeit – Corona sei Dank – ebenfalls der wohl größten Herausforderung seiner gut 50-jährigen Geschichte gegenübersieht. Der Titel der Veranstaltung, so Fitzenberger, werfe eine der klassischen Fragen der Volkswirtschaftslehre auf: Wie gehen wir mit dem Wandel um? Mit den anstehenden Änderungsprozessen gingen Produktivitätsgewinne einher – aber es gebe eben Gewinner und Verlierer. Damit umzugehen sei die große gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderung, mahnt Fitzenberger.

Nahaufnahme von Bernd Fitzenberger auf dem Podium der Nürnberger Gespräche.

Bernd Fitzenberger ist Direktor des IAB und Professor für Quantitative Arbeitsökonomik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Fitzenberger: „Wir können unser Aus- und Weiterbildungssystem so aufstellen, dass es die Menschen dazu befähigt, flexibel auf die Veränderungen zu reagieren.“

Fitzenberger vermochte der Diskussion viele positive Botschaften abzugewinnen. So habe Deutschland ein Berufsbildungssystem, das mehr biete als nur das Erlernen einer bestimmten Tätigkeit für einen bestimmten Arbeitsplatz. Stattdessen ließen sich die erworbenen Fähigkeiten auch in vielen anderen Bereichen einsetzen. „Wir können unser Aus- und Weiterbildungssystem so aufstellen, dass es die Menschen dazu befähigt, flexibel auf die Veränderungen zu reagieren”, gab sich der Volkswirt zuversichtlich. „Die KI-Experten finden wir vielleicht doch nicht nur in China, sondern auch in Europa“, zeigte sich der IAB-Chef aller Probleme und Herausforderungen zum Trotz optimistisch.

Die Nürnberger Gespräche werden von der Bundesagentur für Arbeit, unter Federführung des IAB, und der Stadt Nürnberg ausgerichtet. Einen Videocast zur Veranstaltung finden Sie auf dem Youtube-Kanal des IAB.

Fotos: Wolfram Murr, Photofabrik

Segert-Hess, Nadine (2020): Good jobs, bad jobs, no jobs at all – was bringt die Arbeitswelt der Zukunft?, In: IAB-Forum 19. Oktober 2020, https://www.iab-forum.de/good-jobs-bad-jobs-no-jobs-at-all-was-bringt-die-arbeitswelt-der-zukunft/, Abrufdatum: 28. November 2020