31. März 2020 | Arbeitsmarktentwicklung und -prognose

Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage – März 2020

Anja Bauer, Enzo Weber

Die deutsche Wirtschaftsleistung bricht durch die Corona-Pandemie ein. War im Januar noch etwas konjunktureller Aufwind zu spüren, so wurden im Februar Lieferketten durch den Produktionsrückgang in China stark beeinträchtigt. Im März kam das öffentliche Leben hierzulande immer weiter zum Stillstand. Dies hinterlässt deutliche Spuren in allen Bereichen der Wirtschaft. ...weiterlesen

27. März 2020 | Serie „Leben und Arbeiten in der Zukunft“

Gerade in Ostdeutschland leisten Betriebsgründungen einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer mittelständischen Wirtschaft

Lisa Bellmann, Udo Brixy, Anna D'Ambrosio

Neu gegründete Betriebe spielen eine wichtige Rolle für die Entstehung von Arbeitsplätzen und den wirtschaftsstrukturellen Wandel. Zudem sind Gründerinnen und Gründer in der Regel der Region verhaftet, in der das neue Unternehmen entsteht. Betriebsgründungen sind deshalb in besonderem Maße dazu geeignet, einen tragfähigen Mittelstand aufzubauen. ...weiterlesen

25. März 2020 | Betriebe und Personalbedarf

Homeoffice in Zeiten von Corona: In vielen Berufen gibt es bislang ungenutzte Potenziale

Philipp Grunau, Susanne Steffes, Stefanie Wolter

Das Arbeiten von zu Hause erlebt angesichts der Corona-Krise einen ungeahnten Schub. Tatsächlich wurde das Potenzial an beruflichen Tätigkeiten, die auch im Homeoffice erledigt werden könnten, schon zuvor keineswegs ausgeschöpft und kann auch gegenwärtig noch nicht voll genutzt werden. ...weiterlesen

20. März 2020 | Soziale Ungleichheit, Erwerbslosigkeit und Teilhabe

Frauen müssen mitunter höhere Hürden überwinden, um aus der Grundsicherung heraus eine Arbeit aufzunehmen

Holger Bähr, Corinna Frodermann, Michaela Fuchs, Torsten Lietzmann, Anja Rossen, Cordula Zabel

Frauen beziehen im Schnitt länger Leistungen aus der Grundsicherung als Männer. Das liegt auch daran, dass sie sich schwerer tun, eine bedarfsdeckende Erwerbsarbeit zu finden. So bietet der Arbeitsmarkt vor Ort Frauen und Männern zum Teil unterschiedlich gute Beschäftigungschancen. ...weiterlesen

11. März 2020 | Lohn und Beschäftigung

Trotz Mindestlohn zeigt sich die Beschäftigung im Friseurgewerbe bislang stabil

Max Kunaschk

Im Jahr 2013 wurde im deutschen Friseurgewerbe ein branchenweiter Mindestlohn eingeführt. In der Folge stiegen die Durchschnittslöhne der dort Beschäftigten deutlich. Da die Arbeitgeber überwiegend in der Lage waren, die höheren Lohnkosten auf die Preise abzuwälzen, konnten größere Beschäftigungsverluste bislang vermieden werden. ...weiterlesen

Kurz notiert

30. März 2020

Neue IAB-Infoplattform zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie

Wirtschaft und Arbeitsmarkt stehen durch die Ausbreitung des Coronavirus vor großen Herausforderungen. Eine neue IAB-Infoplattform stellt Einschätzungen aus Forschung und Politik zu den Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt, die wirtschaftliche Entwicklung und notwendige Maßnahmen in Deutschland zusammen.

30. März 2020

Gastbeitrag von Enzo Weber im Spiegel: „Wir brauchen auch einen Rettungsschirm für Neueinstellungen“

„Die Regierung will mit viel Geld Beschäftigte in bestehenden Jobs halten. Das reicht nicht: Ohne eine Lösung für die wegfallenden Einstellungen wird der Arbeitsmarkt dennoch einbrechen“, schreibt IAB-Arbeitsmarktforscher Enzo Weber in seinem Gastbeitrag über den Corona-Schock am Arbeitsmarkt für die Online-Ausgabe des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“.

30. März 2020

IAB-Stellungnahme: Mindestlohn für Jugendliche?

In einer Stellungnahme für den Wirtschaftsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtags zum Antrag „Mindestlohn auch für Jugendliche“ kommentiert das IAB wie sich eine Abschaffung der Ausnahmeregelung für Jugendliche unter 18 Jahren vom Mindestlohn auswirken könnte. Dabei diskutiert das IAB vor allem Effekte einer Gesetzesänderung auf die Beschäftigungswirkungen für Jugendliche und deren Bildungsentscheidungen.

Grafik aktuell

Gehälter in den Pflegeberufen entwickeln sich normal, bleiben aber vergleichsweise niedrig

3. April 2020

Der Pflegebranche fehlen akut Fachkräfte, was vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise umso stärker zum Tragen kommt. Als eine mögliche Ursache werden zu niedrige Gehälter angeführt. Obwohl in der Altenpflege die Löhne von 2012 auf 2018 überdurchschnittlich gestiegen sind, verdienen Helfer dort mit einem jahresdurchschnittlichen Bruttogehalt von 2.041 Euro über ein Drittel weniger als der Durchschnitt der Beschäftigten (3.304 €). In der Krankenpflege sind die Gehälter im Großen und Ganzen entsprechend der allgemeinen Lohnentwicklung gestiegen. Die Fachkräfte in der Krankenpflege liegen als „Spitzenverdiener“ in der Pflegebranche mit einem mittleren Lohn von 3.415  Euro knapp über dem Durchschnitt. Mehr Informationen dazu finden Sie in den Aktuellen Daten und Indikatoren vom 2.4.2020.

Grafik "Entgelte von Pflegekräften, 2012 und 2018 in Euro". Der Pflegebranche fehlen akut Fachkräfte, was vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise umso stärker zum Tragen kommt. Eine mögliche Ursache dafür sind die vergleichsweise niedrigen Gehälter. Obwohl in der Altenpflege die Löhne von 2012 auf 2018 überdurchschnittlich gestiegen sind (Fachkräfte: +21,2 %, Helfer 21,3 %, Beschäftigte insgesamt: 14,9 %), verdienen Helfer dort mit einem mittleren Lohn von 2.041 Euro über ein Drittel weniger als der Durchschnitt der Beschäftigten (3.304 €). In der Krankenpflege sind die mittleren Entgelte im Großen und Ganzen entsprechend der allgemeinen Lohnentwicklung gestiegen. Die Fachkräfte in der Krankenpflege liegen als „Spitzenverdiener“ in der Pflegebranche mit ihrem jahresdurchschnittlichen Bruttogehalt von 3.415 € knapp über dem Durchschnitt.