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Guter Start der Covid-19-Impfungen in den Betrieben

6. Juli 2021

In den ersten beiden Wochen nach Start der betrieblichen Impfkampagne bieten bereits 28 Prozent der Betriebe mit Betriebsarzt ihren Beschäftigten Covid-19-Impfungen an. Weitere 12 Prozent planen konkret dies zu tun. 22 Prozent geben an, dass ihre Beschäftigten bereits anderenorts Impfangebote bekommen haben und daher ein Impfangebot nicht nötig sei. Bei 38 Prozent besteht kein Angebot, sich über den Betrieb impfen zu lassen.
Detailliertere Informationen dazu finden Sie in den Aktuellen Daten und Indikatoren „Ergebnisse aus Welle 14 der Studie Betriebe in der Covid-19-Krise“.

Das Kreisdiagramm zeigt, dass 28 Prozent der Betriebe mit Betriebsarzt ihren Beschäftigten aktuell bereits Covid-19-Impfungen anbieten. Weitere 12 Prozent planen konkret dies zu tun. 22 Prozent geben an, dass ihre Beschäftigten bereits anderenorts Impfangebote bekommen haben und daher ein Impfangebot nicht nötig sei. Bei 38 Prozent besteht kein Angebot sich über den Betrieb impfen zu lassen. Diese Darstellung basiert auf Daten des IAB-Betriebsbefragung „Betriebe in der Covid-19-Krise“, Welle 14, die vom 7.6.2021 bis zum 18.6.2021 durchgeführt wurde.

Tarifbindung nimmt in Deutschland im Jahr 2020 weiter ab

19. Mai 2021

Im Jahr 2020 arbeiteten rund 45 Prozent der westdeutschen und etwa 32 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten in einem Betrieb, in dem ein Branchentarifvertrag galt. 2019 traf das noch für 46 beziehungsweise 34 Prozent zu. Der rückläufige Trend in der Branchentarifbindung setzt sich damit fort. Detailliertere Informationen zur Tarifbindung im Jahr 2020 finden Sie in den Aktuellen Daten und Indikatoren „Tarifbindung und betriebliche Interessenvertretung – Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2020“.

Das Liniendiagramm zeigt die Anteile der Beschäftigten, die in Betrieben mit Tarifbindung arbeiten. Der Trend ist in Betrieben der Gesamtwirtschaft seit dem Jahr 1996 rückläufig, wobei die Tarifabdeckung im Westen deutlich höher ist als im Osten. So liegt der Anteil in Westdeutschland im Jahr 1996 bei 70 Prozent und fällt bis 2020 auf 45 Prozent. In Ostdeutschland sank er von 56 Prozent im Jahr 1996 auf 32 Prozent im Jahr 2020. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in Betrieben der Privatwirtschaft. Dieser Darstellung basiert auf Daten des IAB-Betriebspanels, einer jährlichen Befragung von rund 15.000 Betrieben durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Die psychische Gesundheit des Abiturjahrgangs 2021 ist seit den ersten pandemiebedingten Schulschließungen gesunken

28. April 2021

Der Anteil junger Menschen mit einer hohen Lebenszufriedenheit im Abiturjahrgang 2021 ist seit Ausbruch der Corona-Pandemie von 73 Prozent auf 62 Prozent gesunken. Im gleichen Zeitraum ist auch der Anteil von Personen mit guter psychischer Gesundheit von 62 Prozent auf 50 Prozent zurückgegangen. Es ist zu erwarten, dass speziell letztere Entwicklung den Lebenslauf der Jugendlichen besonders prägt, da sowohl die anstehenden Bildungsentscheidungen als auch die Integration in den Arbeitsmarkt davon beeinflusst werden. Die Darstellung basiert auf Daten der IAB-Studie „Berufliche Orientierung – Berufs- und Studienwahl (BerO)“. Weitere Ergebnisse aus der BerO-Studie finden Sie im Artikel „Der Abiturjahrgang 2021 in Zeiten von Corona: Zukunftssorgen und psychische Belastungen nehmen zu“.

Die Abbildung zeigt, dass der Anteil junger Menschen mit einer hohen Lebenszufriedenheit im Abiturjahrgang 2021 vom Ausbruch der Corona-Pandemie bis zum Frühjahr 2021 von 73 Prozent auf 62 Prozent gesunken ist. Auch der Anteil derer mit guter psychischer Gesundheit ist von 62 Prozent auf 50 Prozent zurückgegangen. Die Darstellung basiert auf Daten der IAB-Studie „Berufliche Orientierung – Berufs- und Studienwahl (BerO)“.

Vorbehalte gegenüber Homeoffice wurden mit Beginn der Pandemie stärker abgebaut als technische Hindernisse

24. März 2021

Es gibt vielfältigen Gründe, warum Beschäftigte nicht im Homeoffice arbeiten. Vorbehalte von Vorgesetzten oder Beschäftigten, die sogenannten „weichen“ Hindernisse, sind seit Beginn der Pandemie stark rückläufig. So nannten 2017 70 Prozent der Beschäftigten, die nicht im Homeoffice arbeiteten, die erschwerte Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen als Hindernis, während es im April/Mai 2020 nur noch 19 Prozent waren. Technische Hürden können dagegen nur mittelfristig beseitigt werden: Sie wurden zwar auch in substanziellem Maße abgebaut, bestehen jedoch aktuell immer noch für 29 Prozent der Befragten. Detailliertere Informationen dazu lesen Sie im IAB-Kurzbericht 5/2021.

Abbildung zeigt, wie sich die Hindernisse bei der Homeoffice-Nutzung während der Covid-19-Pandemie 2020 im Vergleich zu 2017 verändert haben. In Säulengruppen sind Anteile der Beschäftigten dargestellt, die die jeweiligen Hindernisse nennen. Die Anteile beziehen sich auf Beschäftigte, die zum jeweiligen Zeitpunkt kein Homeoffice nutzen. Während 2017 noch 70 Prozent dieser Beschäftigten die erschwerte Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen als Hindernis anführten, traf dies während der Pandemie nur noch auf 19 Prozent im April/Mai, 24 Prozent im Juni/Juli und 18 Prozent im September/Oktober zu.

Der Anteil der Beschäftigten, die Homeoffice nutzen können, ist während der Covid-19-Pandemie erheblich gestiegen

26. Februar 2021

Der Anteil der Beschäftigten, deren Tätigkeit die Arbeit im Homeoffice nicht zulässt, lag vor Ausbruch der Covid-19-Pandemie in Deutschland bei 50 Prozent. Dieser Wert hat sich während der Pandemie kaum verändert. Von denjenigen, deren Tätigkeit dies zulässt, konnten im Laufe der Pandemie immer mehr Beschäftigte von zu Hause arbeiten: Vor der Krise lag dieser Anteil bei 27 Prozent, im Frühjahr 2020 betrug er bereits 36 Prozent und stieg weiter über 38 Prozent im Oktober auf 41 Prozent im Januar 2021. Die Werte basieren auf Ergebnissen der Betriebsbefragung „Betriebe in der Covid-19-Krise“. Dabei wurden ausschließlich Betriebe berücksichtigt, die zumindest einem Teil ihrer Beschäftigten grundsätzlich die Möglichkeit anbieten, im Homeoffice zu arbeiten.

Die Grafik beschäftigt sich mit der Nutzung von Homeoffice vor und während der Covid-19-Pandemie. Der Anteil der Beschäftigten, deren Tätigkeit die Arbeit im Homeoffice nicht zulässt, lag vor Ausbruch der Covid-19-Pandemie in Deutschland bei 50 Prozent. Dieser Wert hat sich während der Pandemie kaum verändert. Von denjenigen, deren Tätigkeit dies zulässt, konnten im Laufe der Pandemie immer mehr Beschäftigte von zu Hause arbeiten. Vor der Krise lag dieser Anteil bei 27 Prozent und stieg stetig weiter bis auf 41 Prozent im Januar 2021. Gleichzeitig ist der Anteil der Beschäftigten, die Homeoffice nicht nutzen können obwohl es ihre Tätigkeit zuließe von 23 Prozent vor der Krise auf 11 Prozent im Januar 2021 gesunken. Die Werte basieren auf Ergebnissen der Betriebsbefragung „Betriebe in der Covid-19-Krise“. Dabei wurden ausschließlich Betriebe berücksichtigt, die zumindest einem Teil ihrer Beschäftigten grundsätzlich die Möglichkeit anbieten, im Homeoffice zu arbeiten.

Bis zum Jahr 2040 entstehen die wenigsten Arbeitsplätze in den ostdeutschen Flächenstaaten

20. Januar 2021

Die Grafik zeigt den zu erwartenden Auf- und Abbau von Arbeitsplätzen in den einzelnen Bundesländern. Die Zahlen resultieren aus dem Vergleich der prognostizierten Arbeitswelt im Jahr 2040 mit der von 2020 und reflektieren die vorhergesagten Veränderungen der regionalen Wirtschaftsstruktur. Absolut betrachtet werden die meisten Arbeitsplätze in den bevölkerungsstarken westdeutschen Flächenstaaten auf- beziehungsweise abgebaut, wobei sich Auf- und Abbau in etwa die Waage halten. Relativ betrachtet entstehen bis 2040 die meisten Arbeitsplätze in den beiden Stadtstaaten Berlin und Hamburg und die wenigsten in den ostdeutschen Flächenstaaten. In den Letzteren wird prozentual auch der größte Arbeitsplatzabbau erwartet.
Detailliertere Informationen dazu lesen Sie im IAB-Kurzbericht 1/2021.

Die Grafik zeigt den zu erwartenden Auf- und Abbau von Arbeitsplätzen in den einzelnen Bundesländern absolut (in Tausend) und in Prozent. Die Zahlen resultieren aus dem Vergleich der prognostizierten Arbeitswelt im Jahr 2040 mit der von 2020 und reflektieren die vorhergesagten Veränderungen der regionalen Wirtschaftsstruktur. Absolut betrachtet werden die meisten Arbeitsplätze in den bevölkerungsstarken westdeutschen Flächenstaaten auf- beziehungsweise abgebaut, wobei sich Auf- und Abbau in etwa die Waage halten. Relativ betrachtet entstehen bis 2040 die meisten Arbeitsplätze in den beiden Stadtstaaten Berlin und Hamburg und die wenigsten in den ostdeutschen Flächenstaaten. In den Letzteren wird prozentual auch der größte Arbeitsplatzabbau erwartet. Die Darstellung beruht auf Daten aus dem QuBe-Projekt, Basisprojektion 6. Welle. Herausgeber der Grafik ist das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Die geförderte Weiterbildung Beschäftigter ist trotz erweiterter Möglichkeiten noch ausbaufähig

15. Dezember 2020

Die Fördermöglichkeiten der Weiterbildung für Beschäftigte wurden 2019 mit dem Qualifizierungschancengesetz (QCG) deutlich ausgebaut: Neben der Ausweitung auf zusätzliche Personengruppen und der verstärkten Förderung von Anpassungsqualifizierungen können Betriebe nun auch bei allen geförderten Weiterbildungen ihrer Beschäftigten einen Arbeitsentgeltzuschuss erhalten. Wie die Grafik zeigt, gab es zwischen 2016 und 2019 einen kontinuierlichen Anstieg der monatlichen Eintritte in Weiterbildungsmaßnahmen mit Übernahme der Lehrgangskosten. Dabei hat sich der Trend durch die Einführung des QCG am 1.1.2019 – entgegen der Erwartung – nicht verändert.
Detailliertere Informationen dazu lesen Sie im IAB-Kurzbericht 24/2020.

Die Grafik zeigt die monatlichen Eintritte in geförderte Weiterbildung mit Übernahme von Lehrgangskosten (SGB II) von Januar 2016 bis Juni 2020. Es gab zwischen 2016 und 2019 einen kontinuierlichen Anstieg. Die Trendlinie beginnt im Januar 2016 bei einem Wert von ca. 1.100 und steigt gleichmäßig bis Juni 2020 auf einen Wert von ca. 2.500. Die Darstellung beruht auf Daten aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit.

Über ein Drittel der Betriebe sieht durch den aktuellen Lockdown nach spätestens drei Monaten die eigene Existenz bedroht

17. November 2020

Im November 2020 befindet sich Deutschland in einem erneuten Lockdown, der zwar schwächer ausfällt als der vom Frühjahr, aber zugleich viele Betriebe trifft, deren finanzielle Reserven zusehends schwinden. 38 Prozent der Betriebe gaben an, dass der aktuelle Lockdown keine wirtschaftlichen Auswirkungen auf sie habe. Zwar könnten 19 Prozent der Betriebe den Lockdown nach eigener Einschätzung länger als ein Quartal durchhalten. Für gut ein Drittel der Betriebe gilt dies indes nicht. Insgesamt 13 Prozent sehen sich gezwungen, ihr Geschäft sogar schon dann aufzugeben, wenn der Lockdown länger andauert als die derzeit geplanten vier Wochen. Dies zeigen die Ergebnisse aus Welle 5 der IAB-Befragung „Betriebe in der Covid-19-Krise“.

Erholung bei den Betrieben im dritten Quartal 2020 nach der ersten Covid-19-Welle

9. November 2020

Im dritten Quartal 2020 waren insgesamt 54 Prozent der Betriebe nach eigenen Angaben von der Corona-Krise betroffen. Das bedeutet einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum zweiten Quartal, als ihr Anteil noch bei 70 Prozent lag. Der Anteil der überwiegend negativ betroffenen Betriebe sank im gleichen Zeitraum von 56 auf 40 Prozent.
Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die aktuelle Entwicklung der Covid-19-Pandemie und die damit einhergehenden wirtschaftlichen Konsequenzen in der nächsten Zeit auf die Betriebe auswirken werden.

Detailliertere Informationen zur Betroffenheit der Betriebe von der Corona-Krise finden Sie auf der Internetseite des IAB unter „IAB-Stellenerhebung: Sonderfragen vor dem Hintergrund der Corona-Krise“.

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