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Nur noch jeder fünfte Betrieb ist von der Corona-Krise stark negativ betroffen

21. September 2020

Bis Ende Mai 2020 war etwa ein Drittel der deutschen Betriebe nach eigenen Angaben überwiegend stark negativ von der Corona-Krise betroffen. Ende August beziehungsweise Anfang September belief sich dieser Anteil auf nur noch 21 Prozent. Deutlich zugelegt hat hingegen der Anteil der Betriebe, die sich für nicht betroffen halten oder bei denen sich positive und negative Auswirkungen die Waage halten. Weitere Informationen dazu finden Sie in den Ergebnisse aus Welle 1 der Studie “Betriebe in der Covid-19-Krise”.

Das Balkendiagramm zeigt die Auswirkungen der Corona-Krise auf deutsche Betriebe. Die Werte basieren auf Angaben von insgesamt 1.556 Betrieben, die an der IAB-Betriebsbefragung „Betriebe in der Covid-19-Krise“ teilgenommen haben. Bis Ende Mai 2020 (Befragungswelle 1) war etwa ein Drittel der Betriebe nach eigenen Angaben überwiegend stark negativ von der Corona-Krise betroffen. Ende August beziehungsweise Anfang September (Befragungswelle 2) belief sich dieser Anteil auf nur noch 21 Prozent. Deutlich zugelegt hat hingegen der Anteil der Betriebe, die sich für nicht betroffen halten (von 20 % auf 27 %) oder bei denen sich positive und negative Auswirkungen die Waage halten (von 17% auf 27 %).

Die Lage am Arbeitsmarkt stabilisiert sich weiter

31. August 2020

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts gibt. Der Mittelwert aus den Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert. Im August lag die Arbeitslosigkeitskomponente bei 98,9 Punkten, 1,4 Punkte höher als im Vormonat. Die Beschäftigungskomponente sank im Vergleich zum Vormonat leicht um 0,3 Punkte auf 97,6 Punkte. Das Barometer insgesamt ist um 0,6 Punkte gegenüber dem Vormonat gestiegen. „Die Arbeitslosigkeit hat sich gefangen, die Entlassungszahlen haben sich vorerst wieder normalisiert“, sagt Prof. Dr. Enzo Weber vom IAB.

Bei einem Drittel der Befragten ist das Haushaltseinkommen vor dem Hintergrund der Corona-Krise gesunken

15. Juli 2020

Etwa die Hälfte der Befragten (57,9%) hat angegeben, dass ihr monatliches Netto-Haushaltseinkommen im Mai 2020 im Vergleich zum Februar gleichgeblieben ist. Eine leichte oder deutliche Steigerung gab es bei 6,3 Prozent. Rund ein Drittel (30,6 %) gaben an, dass ihr Haushaltseinkommen etwas oder deutlich niedriger ausfiel. Hochgerechnet auf die Erwerbsbevölkerung in Deutschland (mit Ausnahme Selbständiger und Beamter) entspricht das 13,3 Millionen Personen. Mehr Informationen dazu finden Sie in der IAB-Publikation „Ergebnisse aus der Online-Befragung Leben und Erwerbstätigkeit in Zeiten von Corona“.

Vor allem große Betriebe haben durch die Corona-Krise Schwierigkeiten mit Lieferanten

15. Juni 2020

Die Hälfte aller großen Betriebe geben an, verursacht durch die Covid-19-Pandemie verstärkt Schwierigkeiten mit Lieferanten zu haben. Unter den kleinen Betrieben sind es 34 Prozent. Die Angaben basieren auf einer Sonderauswertung der IAB-Stellenerhebung, einer repräsentativen Betriebsbefragung in Deutschland. Im Rahmen dieser Sonderauswertung wurden vom 1. April bis 15. Mai 2020 6.050 Betriebe zu Auswirkungen der Covid-19-Pandemie befragt.

Digitale Kanäle liegen bei der betrieblichen Personalsuche hoch im Trend

14. Mai 2020

Die Grafik zeigt, bei wieviel Prozent der Neueinstellungen Betriebe die angegebenen Wege zur Personalsuche für offene Stellen nutzen und wie häufig sie über den jeweiligen Weg eine solche Stelle tatsächlich besetzen konnten. Der mit 57 Prozent am zweithäufigsten genutzte Suchweg über eigene Mitarbeiter bzw. persönliche Kontakte ist der mit Abstand erfolgreichste: 33 Prozent der Betriebe gaben an, dass so eine Neueinstellung zustande kam. Es fällt auf, dass zwei der drei beliebtesten Suchwege digitale Kanäle sind: 52 Prozent der Betriebe suchen neues Personal über private Internet-Jobbörsen und 66 Prozent über die eigene Homepage. Die Summe der Neueinstellungen, die über diese Kanäle rekrutiert wurden, liegt nach Angaben der Betriebe ebenfalls bei 33 Prozent. Diese Angaben basieren auf Daten der IAB-Stellenerhebung, einer repräsentativen Betriebsbefragung in Deutschland.

Abbildung: "Wege der betrieblichen Personalrekrutierung 2019, Angaben der Betriebe, Anteile in Prozent";Die „Auswahl aus Auszubildenden, Leiharbeitern und Praktikanten“ sowie die private Arbeitsvermittlung zählen zu den am wenigsten genutzten Wegen bei der betrieblichen Personalsuche und sie führen auch kaum zu Neueinstellungen: Nur drei bzw. vier Prozent der Betriebe gaben an, dass sie über diesen Weg eine Stelle besetzen konnten. Am häufigsten wurde die eigene Homepage zur Personalrekrutierung eingesetzt (von 65 % der Betriebe), was auch bei 17 Prozent zu einer Stellenbesetzung führte. Der mit 57 Prozent am zweithäufigsten genutzte Suchweg über eigene Mitarbeiter bzw. persönliche Kontakte ist der mit Abstand erfolgreichste: 33 Prozent der Betriebe gaben an, dass so eine Neueinstellung zustande kam

Gehälter in den Pflegeberufen entwickeln sich normal, bleiben aber vergleichsweise niedrig

3. April 2020

Der Pflegebranche fehlen akut Fachkräfte, was vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise umso stärker zum Tragen kommt. Als eine mögliche Ursache werden zu niedrige Gehälter angeführt. Obwohl in der Altenpflege die Löhne von 2012 auf 2018 überdurchschnittlich gestiegen sind, verdienen Helfer dort mit einem jahresdurchschnittlichen Bruttogehalt von 2.041 Euro über ein Drittel weniger als der Durchschnitt der Beschäftigten (3.304 €).
In der Krankenpflege sind die Gehälter im Großen und Ganzen entsprechend der allgemeinen Lohnentwicklung gestiegen. Die Fachkräfte in der Krankenpflege liegen als „Spitzenverdiener“ in der Pflegebranche mit einem mittleren Lohn von 3.415  Euro knapp über dem Durchschnitt.
Mehr Informationen dazu finden Sie in den Aktuellen Daten und Indikatoren vom 2.4.2020.

Grafik "Entgelte von Pflegekräften, 2012 und 2018 in Euro". Der Pflegebranche fehlen akut Fachkräfte, was vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise umso stärker zum Tragen kommt. Eine mögliche Ursache dafür sind die vergleichsweise niedrigen Gehälter. Obwohl in der Altenpflege die Löhne von 2012 auf 2018 überdurchschnittlich gestiegen sind (Fachkräfte: +21,2 %, Helfer 21,3 %, Beschäftigte insgesamt: 14,9 %), verdienen Helfer dort mit einem mittleren Lohn von 2.041 Euro über ein Drittel weniger als der Durchschnitt der Beschäftigten (3.304 €). In der Krankenpflege sind die mittleren Entgelte im Großen und Ganzen entsprechend der allgemeinen Lohnentwicklung gestiegen. Die Fachkräfte in der Krankenpflege liegen als „Spitzenverdiener“ in der Pflegebranche mit ihrem jahresdurchschnittlichen Bruttogehalt von 3.415 € knapp über dem Durchschnitt.

Betriebe sind am ehesten bei Neueinstellungen von Langzeitarbeitslosen zu Kompromissen bereit

10. März 2020

Nicht immer finden Betriebe ideale Bewerber und machen deswegen bei Neueinstellungen Kompromisse hinsichtlich des erwarteten Alters, der Qualifikation oder der Berufserfahrung. Dabei zeigen sich die wenigsten Betriebe bezüglich des Alters kompromissbereit. Ein etwas größerer Anteil geht Kompromisse in Bezug auf Qualifikation und Berufserfahrung ein. Betrachtet man den vorherigen Erwerbsstatus der neu eingestellten Person, ist zu beobachten, dass der signifikant höchste Anteil der Betriebe Kompromisse bei zuvor Langzeitarbeitslosen macht (Alter: 14,5 %; Qualifikation: 19,8 %; Erfahrung: 20,0 %). Deutlich seltener sind diese Zugeständnisse bei zuvor Kurzzeitarbeitslosen und noch geringer bei neu eingestellten Personen, die zuvor in einem anderen Betrieb beschäftigt waren.
Mehr Informationen dazu lesen Sie im IAB-Kurzbericht 6/2020.

Grafiküberschrift: Kompromisse der Betriebe bezüglich Alter, Qualifikation und Berufserfahrung bei Bewerberinnen und Bewerbern nah vorherigem Erwerbsstatus; 2011 bis 2015, Angaben der Betriebe in Prozent. Inhalt: Es zeigen sich die wenigsten Betriebe bezüglich des Alters kompromissbereit. Ein etwas größerer Anteil geht Kompromisse in Bezug auf Qualifikation und Berufserfahrung ein. Betrachtet man den vorherigen Erwerbsstatus der neu eingestellten Person, ist zu beobachten, dass der signifikant höchste Anteil der Betriebe Kompromisse bei zuvor Langzeitarbeitslosen macht (Alter: 14,5 %; Qualifikation: 19,8 %; Erfahrung: 20,0 %). Deutlich seltener sind diese Zugeständnisse bei zuvor Kurzzeitarbeitslosen und noch geringer bei neu eingestellten Personen, die zuvor in einem anderen Betrieb beschäftigt waren.

Klimapaket erhöht den Arbeitskräftebedarf langfristig nur gering

28. Januar 2020

Die Grafik zeigt die prognostizierten Arbeitsmarkeffekte von zehn relevanten Maßnahmen aus dem Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung. Es kann eine Umwälzung beobachtet werden, d. h. Arbeitsplätze gehen verloren, gleichzeitig entstehen an anderer Stelle neue. Betrachtet man den Saldoeffekt, bleibt vom anfänglichen Zugewinn nur eine relativ geringe Anzahl zusätzlicher Arbeitsplätze übrig (5.000 im Jahr 2035). Von den untersuchten Maßnahmen hat die CO2-Bepreisung die stärkste negative Auswirkung auf die Erwerbstätigkeit. Positiv hingegen wirken sich insbesondere die Erneuerung von Heizanlagen, die Senkung der Stromsteuer sowie die Erhöhung der Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs aus. Ausführliche Informationen dazu lesen Sie im IAB-Discussion Paper 1/2020.

Die Grafik zeigt die prognostizierten Arbeitsmarkeffekte von zehn relevanten Maßnahmen aus dem Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung. Es zeigt sich eine Umwälzung, d. h. Arbeitsplätze gehen verloren, gleichzeitig entstehen an anderer Stelle neue. Betrachtet man den Saldoeffekt, bleibt vom anfänglichen Zugewinn nur eine relativ geringe Anzahl zusätzlicher Arbeitsplätze übrig (5.000 im Jahr 2035). Von den untersuchten Maßnahmen hat die die CO2-Bepreisung die stärkste negative Auswirkung auf die Erwerbstätigkeit. Positiv hingegen wirken sich insbesondere die Erneuerung von Heizanlagen, die Senkung der Stromsteuer sowie die Erhöhung der Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs aus.

In der Automobilindustrie hängen besonders viele Arbeitsplätze vom Export in das Vereinigte Königreich ab

7. Januar 2020

Im Jahr 2017 standen 5,5 Prozent der Arbeitsplätze in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen direkt oder indirekt in Zusammenhang mit Exporten in das Vereinigte Königreich – das entspricht gut 60 Tausend Arbeitsplätzen. Damit steht die Branche nicht nur beim Anteil, sondern auch bei der Anzahl der exportabhängigen Arbeitsplätze an der Spitze der Top-10-Branchen.
In kleineren Branchen bedeutet ein hoher Anteil nicht zwingend eine große Anzahl. So ist z. B. der „Sonstige Fahrzeugbau“ mit einem Wert von 5,4 Prozent anteilsmäßig auf dem zweiten Platz, mit einer absoluten Zahl von gut 10 Tausend sind aber vergleichsweise wenige Arbeitsplätze vom Export in das Vereinigte Königreich abhängig.
Ausführliche Informationen dazu lesen Sie im IAB-Kurzbericht 1/2020.

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