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Mit der Umstellung auf Elektroautos wird das Arbeitsvolumen in der Autoindustrie schrumpfen

6. Dezember 2018

1.244 Millionen Arbeitsstunden wurden 2017 in der deutschen Autoindustrie geleistet. Angesichts der steigenden Produktivität ist künftig mit einem schrumpfenden Arbeitsvolumen zu rechnen. Bei einer bloßen Fortschreibung bisheriger Trends (Basisszenario) ist bis zum Jahr 2035 ein Rückgang um 56 Millionen Arbeitsstunden (4,5%) zu erwarten. Unter der Annahme, dass die Umstellung auf Elektroautos in den kommenden Jahren forciert wird und deren Anteil bis zum Jahr 2035 auf ein knappes Viertel (23%) der Neuzulassungen steigen wird, fällt der Rückgang deutlich stärker aus. Im Elektromobilitäts-Szenario wird daher für 2035 ein um 178 Millionen Stunden (14,3%) niedrigeres Arbeitsvolumen prognostiziert.

Lesen Sie mehr dazu im IAB-Forschungsbericht 08/2018.

Created with Highstock 5.0.12Arbeitsvolumen in der deutschen Fahrzeugindustrie 2017 bis2035Arbeitsvolumen in der deutschen Fahrzeugindustrie 2017 bis 2035in Millionen StundenBasisprojektionElektromobilitäts-Szenario2017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035105011001150120012501300Quelle: IAB Projektdaten. © IAB

 

Personalsuche – Persönliche Kontakte führen am häufigsten zum Erfolg

15. August 2018

Gefragt nach dem Weg, der bei der Personalsuche im letzten Jahr maßgeblich zur Besetzung einer Stelle führte, gaben die Betriebe an, dass 31 Prozent aufgrund von persönlichen Kontakten zustande kamen. Weitere wichtige Stellenbesetzungswege aus betrieblicher Sicht sind unterschiedliche privatwirtschaftliche Stellenbörsen im Internet (14 %) sowie der Kontakt zur Arbeitsagentur oder das Stellenangebot auf der eigenen Homepage mit jeweils 12 Prozent.
Diese Angaben basieren auf Daten der IAB-Stellenerhebung, einer repräsentativen Betriebsbefragung in Deutschland.

Langzeitarbeitslose – Zuverlässigkeit ist Betrieben wichtiger als fachliche Qualifikation

18. Juni 2018

Aktuell suchen viele Betriebe nach Fachkräften, und manche Stellen bleiben längere Zeit unbesetzt, obwohl im Jahresdurchschnitt 2018 voraussichtlich gut 2,3 Millionen Menschen arbeitslos sind. Die IAB-Stellenerhebung zeigt hier die betriebliche Sicht auf langzeitarbeitslose Bewerberinnen und Bewerber: Welche Eigenschaft spielt bei der Einstellung die wichtigste Rolle? Die Befragung zeigt unter anderem, dass vor allem die Zuverlässigkeit einen sehr hohen Stellenwert einnimmt. Mit deutlichem Abstand folgen fachliche Qualifikation und Arbeitsmotivation. Andere Aspekte spielen eine eher untergeordnete Rolle.

Lesen Sie mehr darüber im IAB-Kurzbericht 12/2018.

Created with Highstock 5.0.12Wichtigstes Merkmal bei der Einstellung LangzeitarbeitsloserAnteile an allen Betrieben in Prozent545422221010552222221111ZuverlässigkeitFachliche QualifikationArbeitsmotivationEngagementTeamfähigkeitBelastbarkeitSoziale KompetenzFlexibilitätDisziplinQuelle: IAB-Stellenerhebung 2016. © IAB

 

Das Insolvenzrisiko der Beschäftigten ist eher gering, aber ungleich verteilt

22. Mai 2018

Das Risiko, als Arbeitnehmer von einer Insolvenz betroffen zu sein, ist insgesamt eher gering und lag im Zeitraum 2008 bis 2013 bei durchschnittlich 0,7 Prozent pro Jahr (vgl. Abbildung). Je nach Betriebsgröße, Betriebsalter und Branche ist das Insolvenzrisiko allerdings sehr ungleich verteilt. So sind etwa Beschäftigte in kleineren und jüngeren Betrieben oder im Bau- und Gastgewerbe häufiger betroffen als andere. Außerdem sind die Folgen eines Beschäftigungsverlusts aufgrund einer Insolvenz – jenseits der unmittelbaren Verluste etwa in Form nicht gezahlter Löhne – für Arbeitnehmer auch mittelfristig deutlich spürbar.

Lesen Sie mehr darüber im IAB-Kurzbericht 5/2018.

Created with Highstock 5.0.12Insolvenzrisiko der Beschäftigten2008 bis 2013, Anteil der betroffenen Beschäftigten in Prozent0,690,690,820,820,630,630,610,610,690,690,620,622008200920102011201220130,50,60,70,80,9Quelle: Eigene Berechnungen mit Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit und des Betriebs-Historik-Panels (BHP). © IAB

 

Ein Viertel der Beschäftigten arbeitet in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial

26. Februar 2018

Computer und computergesteuerte Maschinen könnten heute berufliche Tätigkeiten übernehmen, bei denen der Mensch bisher als nicht ersetzbar galt. Dieses sogenannte Substituierbarkeitspotenzial der Berufe hat seit 2013 zugenommen und betrifft immer mehr Beschäftigte. Waren damals noch rund 15 Prozent (4,4 Millionen) der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial beschäftigt, steigt dieser Anteil im Jahr 2016 auf gut 25 Prozent (7,9 Millionen). In diesen Berufen sind über 70 Prozent der Tätigkeiten potenziell substituierbar. Allerdings ist bislang völlig offen, unter welchen Umständen diese Substituierbarkeitspotenziale ausgeschöpft werden. Die berechneten Werte stehen lediglich für das technisch Machbare, also für die theoretische Möglichkeit einer Substitution von beruflichen Tätigkeiten.

Lesen Sie mehr darüber im IAB-Kurzbericht 4/2018.

Created with Highstock 5.0.12Substituierbarkeitspotenziale und betroffene BeschäftigteAnteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, deren berufliche Tätigkeiten zu einemniedrigen, mittleren oder hohen Anteil von Computern oder computergesteuerten Maschinenübernommen werden könnten (Substituierbarkeitspotenzial), in ProzentAnteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, deren berufliche Tätigkeiten zu einem niedrigen, mittleren oder hohen Anteil von Computern oder computergesteuerten Maschinen übernommen werden könnten (Substituierbarkeitspotenzial), in Prozent40404545151528284646252520132016Anteil der BeschäftigtenNiedriges Substituierbarkeitspotenzial(0% bis 30%)Mittleres Substituierbarkeitspotenzial(über 30% bis 70%)Hohes Substituierbarkeitspotenzial(über 70% bis 100%)Quelle: Eigene Berechnungen, BERUFENET (2013, 2016), Statistik der Bundesagentur für Arbeit (2013, 2016). © IAB.

 

IAB-Arbeitsmarktbarometer auf Rekordstand

12. Februar 2018

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer hat im Januar den bisherigen Rekordstand aus dem Jahr 2011 wieder erreicht. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) steigt gegenüber dem Vormonat um 0,1 auf 105,0 Punkte. Damit zeigen sich sehr gute Aussichten für die Entwicklung des Arbeitsmarkts in den kommenden Monaten. Ausführlichere Informationen finden Sie auf der Website des IAB.

Kürzere und flexiblere Arbeitszeiten halten Beschäftigte länger im Betrieb

25. Januar 2018

Mit dem demografischen Wandel gewinnt die Beschäftigung Älterer in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Die IAB-Stellenerhebung vom vierten Quartal 2015 zeigt, dass rund ein Drittel der Betriebe mit rentenberechtigten Mitarbeitern versucht, ein Viertel dieser Mitarbeiter länger im Betrieb zu halten. Von den Betrieben, denen es gelungen war, rentenberechtigte Mitarbeiter zu halten, gab die überwiegende Mehrheit an, kürzere Arbeitszeiten hätten zum Erfolg geführt. An zweiter Stelle der erfolgreichen Maßnahmen steht die Flexibilisierung der Arbeitszeit.

Lesen Sie mehr darüber im IAB-Kurzbericht 16/2017.

Created with Highstock 5.0.12Erfolgreiche Maßnahmen der Betriebe zum Halten vonrentenberechtigten MitarbeiternErfolgreiche Maßnahmen der Betriebe zum Halten von rentenberechtigten MitarbeiternAnteile der Betriebe in Prozent606049491717131322221818Kürzere ArbeitszeitenFlexibilisierung der Arbeitszeit(Altersteilzeit, Gleitzeit etc.)Flexibilisierung der Arbeitszeit (Altersteilzeit, Gleitzeit etc.)Veränderung des TätigkeitsprofilsHöhere Entlohnung, Prämien oderBeförderungHöhere Entlohnung, Prämien oder BeförderungAusbau des GesundheitsschutzesVerbesserung derWeiterbildungsmöglichkeitenVerbesserung der WeiterbildungsmöglichkeitenSonstigesQuelle: IAB-Stellenerhebung 2015. © IAB.

 

Große Betriebe punkten mit höheren Löhnen

19. Dezember 2017

Die Einstiegslöhne bei Neueinstellungen unterscheiden sich deutlich nach Anforderungsniveau der Stelle – aber auch nach Betriebsgröße. Während neu eingestellte Akademiker 2016 einen Stundenlohn von deutlich über 20 Euro erhielten, lag der Wert für Ungelernte mit durchschnittlich 10 Euro nur etwa 1,50 Euro über dem Mindestlohn von damals 8,50 Euro/Stunde. Dabei zahlen Großbetriebe vor allem qualifizierten Kräften höhere Löhne als kleine und mittlere Betriebe. Hinzu kommt, dass die niedrigeren Einstiegslöhne in Kleinbetrieben nicht etwa durch bessere Arbeitsbedingungen kompensiert würden. Vielmehr gehen die höheren Einstiegslöhne in Großbetrieben mit weitestgehend besseren Arbeitsbedingungen einher.

Lesen Sie mehr darüber im IAB-Kurzbericht 18/2017.

Created with Highstock 5.0.12Einstiegslöhne bei Stellen mit unterschiedlichemAnforderungsniveau nach BetriebsgrößeEinstiegslöhne bei Stellen mit unterschiedlichem Anforderungsniveau nach Betriebsgröße2016, Bruttostundenlohn in Euro10,3010,3010,2010,2010,4010,4010,3010,3013,0013,0014,1014,1016,8016,8014,1014,1021,4021,4022,0022,0025,4025,4023,5023,50UngelerntePersonen mit AusbildungAkademikerkleine Betriebemittlere Betriebegroße BetriebeGesamtQuelle: IAB-Stellenerhebung. © IAB.

 

Bildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit

27. Oktober 2017

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland hat 2016 den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Zwischen Ost- und Westdeutschland bestehen aber immer noch deutliche Unterschiede, auch wenn der Osten den Rückstand weiter verringern konnte. Im Osten wie im Westen hängt das Risiko, arbeitslos zu sein, eng mit der Qualifikation zusammen: Je niedriger diese ist, desto schlechter ist die Position auf dem Arbeitsmarkt. Von den Personen ohne Berufsabschluss war 2016 bundesweit fast jeder Fünfte ohne Arbeit, im Osten waren es sogar knapp 30 Prozent. Dagegen konnten vor allem beruflich Qualifizierte in beiden Landesteilen von der guten Arbeitsmarktlage profitieren und die Arbeitslosenquote der Akademiker bleibt auf niedrigem Niveau.
Ausführliche Tabellen und eine Zeitreihengrafik zu den qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten von 1975 bis 2016 finden Sie hier.

Created with Highstock 5.0.12Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten in Deutschland imJahr 2016Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten in Deutschland im Jahr 2016Arbeitslose in Prozent aller zivilen Erwerbspersonen (ohne Auszubildende) gleicher Qualifikation,JahresdurchschnitteArbeitslose in Prozent aller zivilen Erwerbspersonen (ohne Auszubildende) gleicher Qualifikation, Jahresdurchschnitte17.717.75.75.73.63.62.12.129.229.28.18.16.56.53.33.319.119.16.26.24.24.22.32.3WestOstgesamtohne BerufsabschlussinsgesamtLehre/FachschuleHochschule/FachhochschuleQuelle: IAB-Berechnungen auf Basis Mikrozensus und Strukturerhebungen der Bundesagentur für Arbeit. © IAB

 

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