Dr. Claudia Globisch

Claudia Globisch studierte Soziologie, Germanistik und Philosophie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und an der Duke University in North Carolina (USA). Sie promovierte 2009 an der FAU mit einer Arbeit zum Antisemitismus von links und rechts in Deutschland. Zwischen 2007 und 2010 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Instituten für Soziologie der FAU und der Universität Leipzig. Seit 2011 war sie Assistenz-(Junior-)professorin am Institut für Soziologie der Universität Innsbruck und koordinierte den Bereich „Angewandte Methoden der empirischen Sozialforschung“. Im März 2019 war sie als Gastwissenschaftlerin am Goldsmith College in London (Vereinigtes Königreich). Seit Juli 2019 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am IAB und forscht dort zum Teilhabechancengesetz und den sozialen Folgen der Covid-19-Pandemie.

Claudia Globisch nimmt in ihrer Forschungen Inklusions- und Exklusionsprozesse, (sozial-)politische Governance und relationale Autonomiespielräume von Personen und Institutionen in den Blick. Neben der Sozialpolitik- und Armutsforschung mit besonderer Berücksichtigung der Schnittstelle Beratung und Vermittlung in der Arbeitsverwaltung, gehören die Rechtsextremismus- und Antisemitismusforschung sowie qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung zu ihren Forschungsschwerpunkten. Sie habilitiert derzeit zum Thema „Zwischen Autonomie und Heteronomie. Die Arbeitslosen der Aktivierungsgesellschaft“.